Jan 292013
 

Von Bernhard Krebs

Wir haben in Burglengenfeld die 10 Prozent für das „Volksbegehren gegen Studiengebühren“ geschafft. Als Teil eines Städtedreiecks-Bündnisses (u. a. mit den den SPD-Ortsvereinen aus Teublitz und Maxhütte-Haidhof sowie den Grünen, der BWG und den Piraten) setzt sich der SPD-Ortsverein mit den Jusos für das Volksbegehren ein und hat an zwei Tagen mit einem Infostand auf dem Marktplatz und dem NETTO-Parkplatz über das Thema informiert.

Von rechts: Georg Tretter, Bernhard Krebs, Helga König, Thomas Fischer, Horst Klier, Bürgermeister Heinz Karg. 

Ohne Zweifel: Das Volksbegehren betrifft sehr viele Menschen aus dem Städtedreieck – weil sie selbst Studenten sind oder als Eltern ihren Kindern das Studium finanzieren müssen. Schon bei einer vorsichtigen Schätzung, dass nur die Hälfte der durchschnittlich 80 Abiturenten unseres Gymnasiums studiert, bedeutet 40 mal 1.000 Euro.

Also 40.000 Euro jährlich, die Eltern aus dem Städtedreieck dort in die Bildung investieren, wo eigentlich das Land zuständig ist. Fachoberschüler und Menschen auf dem zweiten Bildungsweg, die studieren, sind hier noch nicht einmal mitgerechnet.

Dass Bayern neben Niedersachsen noch das einzige Bundesland ist, das Studiengebühren verlangt, veranlasste offensichtlich den CSU-Vorsitzenden Michael Chwatal, sich bei der Jahreshauptversammlung der CSU für Studiengebühren stark zu machen. Dies ist gerade bei einem Vertreter der Partei, die Bayern so gerne als Bildungsstandort darstellt, nicht nachvollziehbar.

Dazu auch eine Anmerkung des Juso-Vorsitzenden Peter Wein über das Verhalten der JU: „Einerseits die Studententarife im Bulmare bejubeln, andererseits aber die Studiengebühren befürworten, das ist schlichtweg inkonsequent.“

Keinen Konflikt schüren
Bedenklich ist auch die Folgerung, die der CSU-Chef bei Müttern gezogen hat, die dem Staat die Kosten für Krippenplätze sparen, weil sie zuhause bleiben. Abgesehen, dass sie die Zahlung von berufstätigen Frauen zum Beispiel in die Rentenversicherung völlig ignoriert, schürt eine solche Aussage nur den Konflikt zwischen zwei absolut legitimen Lebensmodellen.

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