Jan 052013
 

Auszüge aus der Rede von Ortsvereinsvorsitzenden Bernhard Krebs beim traditionellen Jahresrückblick der SPD Burglengenfeld am 3. Januar 2013, Teil 1:

Bernhard Krebs„Keine Frage: 2013 ist das Jahr vor der Kommunalwahl und manch einer hat sich angesichts mancher Spitze aus den Reihen des politischen Gegners schon Ende vergangenen Jahres – frei nach dem Werbespruch von Franz Beckenbauer – gefragt: Ja, ist denn schon Wahlkampf?

Aber dazu später mehr.

Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Eine der Erfahrungen, die mich am meisten beeindrucken, ist das soziale Verantwortungsbewusstsein unserer Leute, ihre Verankerung im Burglengenfelder Leben.

Was ich daran sehr schätze: Neben der öffentlichen Arbeit zum Beispiel als Stadtrat engagieren sich viele dort, wo keine Kameras und Journalisten sind. Da spielt die eine Brettspiele mit den Bewohnern des Altenheims und hilft eine andere beim Bürgertreff die Kinder zu bändigen. Es sind welche in Elternbeiräten aktiv, andere in den Pfarrgemeinderäten, in den Gewerkschaften und und und

Es ließen sich noch viele Beispiele finden, ebenso für das sehr tatkräftige Engagement vieler SPD-Mitglieder in den Burglengenfelder Vereinen – häufig sogar in verantwortlichen Funktionen. Da sind zum Beispiel

– Roland Konopisky und Sebastian Bösl beim ASV
– Wolfgang Dantl bei der Wasserwacht
– Georg Tretter bei den Städtepartnerschaftsvereinen
– Evi Vohburger beim VdK
– Sieglinde Babl beim Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein
– Sigi Ciesilski beim Stammtisch „Zur Einkehr“

und viele viele mehr.

Frage nicht, was Burglengenfeld für dich tun kann, sondern was du für Burglengenfeld tun kannst. Ich denke, dieser in der Praxis vielfach umgesetzte Auftrag an uns selbst hat entscheidend zur Glaubwürdigkeit der Burglengenfelder SPD beigetragen.

Lebenslanges Lernen das Gebot unserer Zeit

Bildung ist aber nicht nur Schule und Studium. Angesichts des gesellschaftlichen Wandels und der Tatsache, dass die Zeiten mit einem Job bis zum Lebensende sich zunehmend ihrem Ende nähern, wenn nicht sogar längst vorbei sind, ist „lebenslanges Lernen“ das oberste Gebot unserer Zeit.

Bildung jenseits des Schulstoffs sowie Erwachsenenbildung werden immer wichtiger. Für uns Sozialdemokraten bedeutet dies konkret zum einen ein gestärktes Augenmerk auf die Themen der politischen Bildung (die 2012 einmal mehr von den Jusos im Städtedreieck mit Infoveranstaltungen forciert wurden), zum anderen natürlich die Unterstützung entsprechender Einrichtungen wie Bürgertreff oder VHS.

Auch das ist eine Erkenntnis, die ich aus dem vergangenen Jahr gewonnen habe: In der Burglengenfelder SPD ist eine Menge Fachwissen in unterschiedlichsten Bereichen vorhanden. Wissen und Erfahrung, das die meisten von uns der Gemeinschaft (und auch den überörtlichen sozialdemokratischen Gruppierungen) ehrenamtlich und nicht, weil es ihr bezahlter Job ist, immer wieder zur Verfügung stellen.

Ausgeglichenes wirtschaftliches Gefüge

Was sehr wichtig gerade im Hinblick auf die Zukunft ist: Burglengenfeld ist mittlerweile zuallererst eine Stadt vieler mittelständischer Betriebe, die für ein ausgeglichenes wirtschaftliches Gefüge sorgen. Unabhängig von einem großen, alles dominierenden Arbeitgeber zu sein – es gibt genügend Beispiele, in denen die gegenteilige Strategie einer Kommune zum Verhängnis wurde.

Generell aber lässt sich feststellen, dass Burglengenfeld eben keine Schlafstadt im Speckgürtel einer Großstadt ist, sondern ein für Firmen wie Kunden sehr attraktiver Wirtschafts- und Einzelhandelsstandort.

Ich erzähle jetzt nichts Überraschendes, dass etliche SPD-Mitglieder zu diesem wirtschaftlichen Gefüge beitragen, weil sie selbst Unternehmer sind oder in den Betrieben als Führungskräfte wirken.

Als Selbstständiger und Unternehmer sind die Interessen unserer Gewerbetreibenden und Betriebe bei mir gut aufgehoben, als Sozialdemokrat stehe ich zudem dafür ein, dass Stadtentwicklung und kommunale Wirtschaftspolitik immer auch sozial sein werden.

SPD bedeutet vor allem Solidarität

Ob demographische Entwicklung oder das Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen, ob die Integration von Neubürgern oder junge Politik, ob die Fürsorge für Menschen mit Handicap oder die Umsetzung des Umweltschutzes, ob die Anliegen der Umlandgemeinden oder die Sorge um Kunst und Kultur …. es gibt so viele Themen, in denen zumindest in Burglengenfeld sozialdemokratische Politik einfach die bessere und modernere Alternative war, ist und sein wird.

Wahlkampf?

Es gibt Menschen, die fürchten, dass der kommende Wahlkampf richtig schmutzig wird. Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß: Ich werde bei so etwas nicht mitspielen.

Bei aller politischen Streitbarkeit (schließlich bin ich von unserer Arbeit überzeugt) und bei aller Freude auf die sachliche Auseinandersetzung gehören Fairness und Anstand zu den Werten, die mir sehr wichtig sind. Nicht nur, weil wir uns regelmäßig in der Kirche treffen, gehe ich übrigens davon aus, dass Michael Chwatal, sofern er als Kandidat der CSU antritt, in dieser Hinsicht ähnlich denkt.

Und um zur Eingangsfrage zurück zu kommen: Nein, wir sind noch nicht im Wahlkampf. Aber wir werden top vorbereitet sein.“

Über den Jahresrückblick der SPD berichtete auch ausführlich die Mittelbayerische Zeitung >>

 Posted by at 19:44