Aug 212012
 

Bürgerfest BurglengenfeldVon Bernhard Krebs

Ich mag die leise und laute Musik und die vielen Bekannten, denen ich nach langer Zeit begegne. Ich mag die entspannte Atmosphäre tagsüber und die ausgelassene Stimmung am Abend. Ich mag, dass an die Kinder ebenso gedacht wird wie an die Großeltern. Ich mag die „Knacker-Semmel mit Allem“, die ich bei meinem Onkel bekomme.

Ich freue mich, wenn zwei Bürgermeisterinnen und ein Bürgermeister eines Städtedreiecks lachend beieinander stehen. Überhaupt mag ich die Freundlichkeit, mit der sich die Menschen begegnen.

Und ich mag, dass Einheimische wie Gäste sagen: „So schön ist Burglengenfeld.“

Das alles und noch viel mehr bietet das Bürgerfest Burglengenfeld. Münchner Freunde von mir zeigen endlich Verständnis „Jetzt wissen wir, warum Du wieder zurück gehst.“ Und andere meinen: „Wie konntest du überhaupt wegziehen?“

Vor ein paar Jahren kam ich über Umwege nach München. In 20 Kilometer Entfernung fand ich damals eine tolle Firma – und eine Trabantenstadt mit vielen Neubaugebieten, die sich schwer tat mit einer eigenen Identität. Größe, Wachstum, Vereinsstruktur: die Stadt ähnelt Burglengenfeld sehr. Einerseits. Andererseits fehlen ihr die Menschen, die sich mit ihr identifizieren.

Ein Bürgerfest und alle anderen Feste sind natürlich willkommene Anlässe zum Feiern. Eben praktische Lebensqualität in seiner fröhlichsten Art.

Sie sind aber auch wichtige Bühne für Musikgruppen und Künstler. Sie geben Wirtschaft und Vereinen die Möglichkeit sich zu präsentieren (und Geld zu verdienen) – und sind für viele Menschen eine schöne Gelegenheit, Gäste zu empfangen und zu zeigen, dass sie gerne und aus gutem Grund in ihrer Stadt leben. Sie sind nämlich Lengfelder.

250 Worte

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 *250 Worte. Genau so lang ist der Dienstagsbeitrag von Bernhard Krebs, in dem er wöchentlich Stellung nimmt zu Burglengenfelder und anderen Themen. Nicht selten nachdenklich, gerne launig, manchmal wütend, häufig kritisch, meist leidenschaftlich- und  immer 250 Worte lang.

 Posted by at 19:50