Aug 142012
 

Die Eiche.Von Bernhard Krebs

 „Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn…“ ist ein launiges Sprichwort, mit dem ein sehr deutlicher Unterschied der Kräfte untermauert werden soll.

„Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn…“ ist der wohlmeinende Rat vieler Menschen an die SPD Burglengenfeld und den Bürgermeister, wenn mal wieder die örtlichen Vertreter der Staatspartei nur dagegen sind, deren Jugend den Kerkeling-Song „Witzigkeit kennt keine Grenzen“ strapaziert oder ein einsamer Alleinunterhalter zu denken versucht.

Das aber wäre zu einfach.

Eine mächtige Eiche mag zwar alle, die sich reiben, überdauern, sie bewegt sich aber nicht mehr. Und genau das ist gerade auch in der Politik fatal.

Ich mag mich bewegen, freuen und ärgern, streiten und dann wieder gemeinsam lachen. Apropos Streiten: Ein elementares Prinzip in der Demokratie ist die Diskussion von Menschen (und Parteien), die nicht einer Meinung sind. Ich habe nichts gegen eine leidenschaftliche Auseinandersetzung, sofern es um die Sache geht. Im Gegenteil.

Ich bin fast immer bereit zu diskutieren. Es fällt mir nur schwer, wenn es vom Gegenüber keine Vorschläge gibt, an denen ich mich reiben und meine Argumente überprüfen kann. Ratlos bin ich manchmal auch, wenn ich den orthographisch kreativen Späßen lokaler Jung-Politiker begegne. Meine Frau sagt, ich kann über beinahe alles lachen ….

 Natürlich gibt es auch Grenzen. Und krude Denkversuche werden nicht lustiger, wenn sie mit dem Foto eines hämischen Grinsens dekoriert werden. Hier beherzige ich den Rat meines Großvaters, der meinte: Wenn du den Dreck in die Hand nimmst, mit dem bestimmte Leute werfen, machst du dich nur selbst schmutzig.


*250 Worte. Genau so lang ist der Dienstagsbeitrag von Bernhard Krebs, in dem er wöchentlich Stellung nimmt zu Burglengenfelder und anderen Themen. Nicht selten nachdenklich, gerne launig, manchmal wütend, häufig kritisch, meist leidenschaftlich- und  immer 250 Worte lang.

 Posted by at 07:07