Aug 072012
 

Bonhoeffer-Statue (Foto: Stadt Burglengenfeld)Von Bernhard Krebs,
Reiner R. Schmidt zu Dank verpflichtet, weil er von ihm so viel über Kunst lernen durfte

In der Bilderflut unserer Tage freue ich mich über jedes Foto, das mich innehalten lässt und mir länger als nur einen kurzen Augenblick im Gedächtnis bleibt. Das Foto von der Bonhoeffer-Statue zum MZ-Artikel ist ein solches – und ich mag hier eigentlich nichts weiter dazu sagen als dass es mich tief bewegt. Wenn die Skulptur von Quirin Bäumler am gleichnamigen Platz einmal stehen wird, werde ich viel Zeit vor ihr verbringen.

Den Reiz und die Qualität einer Stadt, die Achtsamkeit und das „Herz“ einer Gemeinschaft erkennt man unter anderem im Umgang mit Kunst und Kultur. Gibt es sie überhaupt? Und wenn ja, lässt der Massengeschmack auch Platz für Neues, Gewagtes, Aufrüttelndes?

Für Burglengenfeld kann ich die Frage mit einem JA beantworten. Glücklicherweise.

Es sind gar nicht so viele Dinge, die ich verwerflich empfinde. Investitionen in nötige Straßenbaumaßnahmen und Kulturförderung aus populistischer Trickserei heraus gegeneinander aufzuwiegen, ist eine davon. Beides ist wichtig – und grundlegend für Bewegung, ob mit dem Körper oder mit den Gedanken.

Ich bin auch deshalb bei der SPD Burglengenfeld und ein Anhänger Heinz Kargs, weil ich hier die Anliegen der Kunst gut aufgehoben weiß. Nicht dogmatisch, sondern den freien Willen und die unabhängige Gestaltungskraft der verschiedenen Künstler in Ehren haltend.

Zeugnisse davon gibt es genug: Der Georgs-Brunnen von Jürgen Weber, Paul Schinners Geschichtsband-Brunnen oder die Glasobjekte der wohl wichtigsten lebenden Künstlerin Burglengenfelds, Christine Sabel.

Wunderbar und wundersam auch die Kunstzeile am Stadtgraben, wo die zwei ersten Installationen richtig Lust auf die beiden restlichen machen.

Bitte gerne noch mehr davon!

*250 Worte. Genau so lang ist der Dienstagsbeitrag von Bernhard Krebs, in dem er wöchentlich Stellung nimmt zu Burglengenfelder und anderen Themen. Nicht selten nachdenklich, gerne launig, manchmal wütend, häufig kritisch, meist leidenschaftlich- und  immer 250 Worte lang.

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